Flachdach

Zu Recht gelten Flachdächer als einzigartig vielfältig. Eine Vielfalt die zwei Seiten hat: Zum einen die schier unbegrenzten Gestaltungsmöglichkeiten, zum anderen die hohen, sehr spezifischen Anforderungen an Dämmung und Abdichtung. Es ist diese bedarfsgerechte Qualität des Aufbaus, die über Sicherheit und Lebensdauer der Dachfläche entscheidet. Wertvolle Vorteile bietet das Flachdach auch in ganz praktischer Hinsicht: Allen voran seine Begehbarkeit. Denn durch Terrassierung oder Begrünung der Dachfläche gewinnt das Gebäude mehr als nur ein attraktives Äußeres.

Abdichtungen & Dämmung

Mit der Dachabdichtung schützt man das Dach gegen Wasser und Wind. Diese Form der Abdichtung kommt vor allem bei Flachdächern zur Anwendung. Das Dach ist der am stärksten beanspruchte Teil eines jeden Gebäudes. Entsprechend extrem sind die Belastungen für das Abdichtungsmaterial.


Da Witterung und Umwelteinflüsse den natürlichen Alterungsprozess erheblich beschleunigen können, darf hier nichts dem Zufall überlassen bleiben: Nur gründliche Materialauswahl und Berücksichtung aller Details stellen die Weichen für eine lange Lebensdauer. Um vorzeitige Schäden zu verhindern, bedarf es einer genauen Kenntnis der vielfältigen Belastungen, denen jedes Dach ausgesetzt ist.
Dazu gehören vor allem:

  • Temperatur
  • mechanische Beanspruchung
  • Umwelteinflüsse
  • Feuchtigkeit


Schenken Sie also dem Dach rechtzeitig Aufmerksamkeit. Spätere Nachbesserungen sind vergleichsweise aufwendig und teuer. Wärmedämmung ist am Dach besonders wichtig, denn im Vergleich zu den anderen Stockwerken hat das Dach wesentlich mehr Außenfläche. Von einem optimal gedämmten Dach profitieren Sie vom ersten Tag an durch:

  • niedrige Energiekosten
  • höheren Wohnkomfort
  • Wertsteigerung Ihres Hauses
  • Erfüllung aller gesetzliche Auflagen


Bei Flachdachkonstruktionen gilt: Sie vermeiden Feuchteschäden am besten, wenn Sie richtig dämmen und dadurch Taupunktunterschreitungen auf der Innenseite der Konstruktion erst gar nicht zulassen. Denn Tauwasser schlägt sich überall da nieder, wo eine Oberflächentemperatur wesentlich kälter ist als die umgebende Luft.

Die Folge: Schimmel und Kälte beeinträchtigen die Nutzungs- und Arbeitsbedingungen. Wenn dennoch Feuchtigkeit in die Konstruktion gelangt, muss sie einen Weg haben, über den sie austrocknen kann.

Achten Sie deshalb immer auf die richtige Positionierung der luftdichten Schichten und der Dampfbremse sowie auf die dichte Ausführung an Stößen und Anschlüssen. Bei der Dämmung von Flachdächern müssen die verwendeten Dämmstoffe hohe Anforderungen erfüllen.

Das Flachdach ist Temperaturschwankungen von extremer Hitze durch Sonneneinstrahlung bis ca. + 90 ºC und winterlicher Kälte bis - 30 ºC ausgesetzt. Die Konstruktionsaufbauten sind zusätzlich auf mechanische Belastung, Feuchtigkeit und Windbeanspruchung auszulegen. Die Wärmedämmung eines Flachdaches schützt die Konstruktion also vor schädlichen, temperaturbedingten Spannungen, verhindert im Sommer die übermäßige Aufheizung der Räume unter der Dachdecke und ermöglicht im Winter eine energiesparende und umweltschonende Beheizung.

Eingesetzt für die Flachdachdämmung werden Dämmstoffe wie EPS, XPS, PIR, Mineralwolle, Schaumglas oder auch Mineraldämmplatten.